Starkes Debut nicht belohnt!

Morad Möllenbeck und sein Heimtrainer Abi Guettari

Von Frank Nierhaus Am letzten Samstag, dem 20.01.2018, brodelte es in der Jahnhalle des HT 16 in Hamburg als Moderator Raiko Morales die Hamburg Giants zum Einmarsch ihres Auftaktkampfes der neuen Bundesligasaison gegen das Team des BC Traktor Schwerin rief.

Eine nahezu perfekt organisierte und inszenierte Veranstaltung nahm ihren Lauf und die Hamburg Giants präsentierten sich einmal mehr als starker Veranstalter für ein solches Event.

Das Nordderby zwischen den Hamburg Giants und dem BC Traktor Schwerin avancierte zum erwarteten engen Schlagabtausch, in dem sich beide Teams nichts schenkten und die Zuschauer in der randvoll gefüllten Jahnhalle frenetisch versuchten Ihre Hamburg Giants nach vorne zu peitschen.

Es war eine gigantische Kulisse für dieses Spektakel und ein Wettstreit auf Augenhöhe mit einigen knappen „Duellen“, die auch andersrum hätten gewertet werden können oder müssen, letztendlich mussten sich die Giants aber knapp mit 11:13 geschlagen geben.

Mitten drin statt nur dabei waren seitens des BC Mülheim-Dümpten e.V. Morad Möllenbeck sein Heimtrainer Abi Guettari, der ihn sekundierte.

Morad startete für die Giants im Leichtgewicht (bis 60 kg) und traf auf den favorisierten Finnen Arslan Khataev, deren Dienste sich der BC Traktor Schwerin sicherte.

Der Finne, mehrfacher finnischer Meister sowie Vize-Europameister, gilt als einer der Hoffnungsträger seines Landes für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio.

Es waren drei starke schnelle Runden, die beide Athleten den Zuschauer boten und die den Sport im olympischen Amateurboxen ausmachen.

Morad begann die erste Runde verhaltend und taste sich langsam an den Rechtsausleger an, konnte dann aber immer wieder für Treffer sorgen und es entwickelte sich ein enger Kampf.

In der zweiten Runde wurde dann der Finne stärker, jedoch konnte Morad standhalten und entsprechend kontern. In der dritten Runde erhöhte Morad dann noch mal das Tempo und versuchte den Kampf zu bestimmen und setzte immer wieder gute Kombinationen.

Es war ein spannendes und knappes Gefecht auf Augenhöhe, aber letztendlich sahen die Punktrichter den Finnen mit 2:1 vorne, was jedoch nichts an der starken Leistung des Dümpteners ändert.