Sachsen bestes Team beim 25 ICBT

25. Städteturnier in Chemnitz

25. Städteturnier in Chemnitz

Benjamin Kahlert – Öffentlichkeitsreferent BC Chemnitz 94

Vom 23. bis 25. September 2016 wurde ein Vierteljahrhundert internationales hochklassiges Boxen in Chemnitz gebührend gefeiert. Ein bemerkenswerter Meilenstein, der viele Besucher und Fachexperten begeisterte. In den 25 Jahren waren viele Topathleten zu Gast im Chemnitzer Seilquadrat. Für international erfolgreiche Spitzensportler, wie zum Beispiel Peter Mullenberg oder auch Tyson Fury, war das stets stark besetzte Turnier ein wichtiger Zwischenschritt in ihrer Karriere und trug zu deren Entwicklung maßgeblich bei.

Auch das diesjährige Jubiläumsturnier bot Boxen der Extraklasse. In vielen Ringduellen wurde den Zuschauern sehr guter Boxsport geboten. Die sächsische Mannschaft verteidigte mit vier Siegen im Finale den Pokal für die beste Mannschaft. Maxi Klötzer, Sabine Fiedler, Ali Dohier und Tom Schröter-Schumann konnten die ersten Plätze für Sachsen sichern. Der Ostsachse Schröter-Schumann beeindruckte mit einer starken „kämpferischen Leistung“ sowohl Publikum als auch die Turnierleitung, die ihm mit dem Ehrenpreis in dieser Kategorie auszeichnete. In der Kategorie „technische Leistung“ hatte es die Jury in diesem Jahr wieder schwer, da mehrere Kandidatinnen und Kandidaten für den Preis in Betracht kamen. Mit der Wahl von Ceyhan Güleryüz vom Team Brandenburg gab es jedoch einen verdienten Gewinner. Außerdem wurde Roy Korving zum besten Boxer des Turniers gewählt. Der Niederländer Korving hatte sich u. a. im Halbfinale in einem spannenden Kampf gegen Lokalmatador Philipp Gruner durchgesetzt. Und auch im Finale der Schwergewichtsklasse konnte er in einem mitreißenden Kampf gegen den Österreicher, Aleksandar Mraovic, überzeugen.

Viele Weggefährten, Sportfreunde und -freundinnen brachten beim abendlichen Empfang zum 25. Jubiläum am Sonnabend im Mercure Hotel Kongress ihre Hochachtung und Wertschätzung für das traditionsreiche Chemnitzer Turnier zum Ausdruck. So lobte beispielsweise der DBV Vizepräsident und Kari-Obmann Erich Dreke die immer freundliche und familiäre Atmosphäre bei dem Turnier, welche er sogar weltweit als einzigartig empfindet. Viele Vertreter der Gästeteams, ob aus Usti nad Labem, Tampere, Lodz, Bern oder Düsseldorf sind mittlerweile zu engen Freunden geworden. Hennie van Bemmel vom Team Apeldoorn fasste seine Eindrücke damit zusammen, dass es „nach den vielen gemeinsamen Jahren immer so wäre als ob man nach Hause kommt.“

Als sollte es noch einen Beweis dafür benötigen, dass sich das Helferteam auf alle Eventualitäten einstellen kann, wurde auch ein plötzlich gerissenes Ringseil am Finaltag schnell und souverän repariert. Solch einen Unfall, der für andere Veranstaltungen auch schon mal das Aus bedeuten könnte, hatte selbst Olaf Leib, Hauptorganisator des Chemnitzer Boxturniers, das letzte Mal 1982 damals noch in Karl- Marx- Stadt, somit vor über 30 Jahren erlebt. Aber auf sein Helferteam war in dieser Situation wie immer 100% verlass. Mit vielen dankenden Worten verabschiedete er das Publikum und die weit angereisten Sportlerinnen und Sportler. Leider musste er auch seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck bringen, dass von den Repräsentanten der Stadt Chemnitz niemand die Einladung wahrgenommen hatte und die sehr gelungenen Veranstaltungen am Wochenende persönlich besuchen konnte bzw. wollte. Die fehlende Wertschätzung der Stadt ist ein Aspekt, der gerade mit Blick auf die Zukunft des Turniers eine große Rolle spielen wird.